2004 feierte die Blatter Ofenbau und keram. Platten AG ihr 75 - jähriges Jubiläum

 

1929 eröffnete Hans Blatter senior in Ringgenberg auf der Anhöhe seine eigene Hafnerei.

 

Sein berufliches Rüstzeug holte er sich bei Hafnermeister Lehnherr in Wimmis.

Als risikofreudiger Mensch erbaute er sich im Jahr 1929 sein Wohnhaus auf der Anhöhe und machte sich auch beruflich selbstständig. Er trat im selben Jahr dem Schweizerischen Hafnermeisterverband bei.

 

Ist der Aufbau eines Kachelofens noch heute fast gleich wie zu den Anfangszeiten, hat sich im Umfeld doch etliches verändert. Im Jahr 1934 beispielweise, erstellte Hafner Blatter einen Trittofen in Habkern. Das Material musste dazumal noch mit Ross und Wagen geführt werden.

Die Erleichterung war gross, als Hafner Blatter feststellen konnte, dass die Kacheln den Transport auf den holprigen Strassen gut überstanden hatten.

 

In den Jahren 1939 - 1945 hatte Hans Blatter viel Aktivdienst zu leisten. In dieser Zeit, hielt seine Frau Rosa die kleine Familie mit dem Verkauf von Kochplatten finanziell über Wasser.

 

Im Jahr 1946 fing Hans Blatter junior bei seinem Vater die Lehre an. In den 50-iger Jahren vergrösserte sich das Geschäft allmählich. Ein Angestellter gesellte sich hinzu. Später, auch neue Lehrlinge. Auf dem Mösli entstand eine kleine Werkstatt mit Lager und Garage.

Nach erfolgreichem Lehrabschluss arbeitete Sohn Hans in verschiedenen Betrieben in der ganzen Schweiz. Mit vielen neuen Erfahrungen kehrte er zurück in den väterlichen Betrieb und übernahm das Geschäft im Jahr 1963.

 

In den 60 - iger Jahren stellten viele Haushaltungen auf Oelöfen um. Jedoch brachte das boomende Geschäft mit den Oelöfen nicht nur Vorteile. Lange Präsenzzeiten an Werktagen sowohl auch an Sonn- und Feiertagen waren die Regel! In den 70 - iger Jahren gehörte ein Cheminée im Wohnbereich einfach dazu und viele Kunden schätzten die heimelige Ambiance eines knisternden Kaminfeuers.

 

Die Abteilung Plattenbeläge florierte ebenfalls. Es gab viele Neubauten und die Bauherren legten Wert auf gute und solide Arbeit. Es konnten zeitweise bis zu neun Mitarbeiter beschäftigt werden.

 

Sohn Roland Blatter in der dritten Generation machte eine Lehre als Hafner/Plattenleger in Lyss bei der Firma Kummer. Im Jahr 1979 durfte er sein Diplom als eidg. dipl. Plattenlegermeister in Empfang nehmen.

Er übernahm das Unternehmen auf den 1. Januar 1985 als Einzelfirma. Später wurde daraus die Aktiengesellschaft Blatter Ofenbau und keram. Platten AG.

 

Heute beschäftigt das Unternehmen sechs Mitarbeiter und einen Lehrling. Hierzu  noch eine Mitarbeiterin in Teilzeit. In den Bereichen Ofen- und Cheminéebau, Kaminsanierungen, keramische Plattenbeläge und Natursteinarbeiten ist das Unternehmen aus Ringgenberg seit 83 Jahren ein Begriff für solides Handwerk.